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LURIC Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health Study

Aktuelles

Symposium zum Thema Biomarker: Achse Herz – Niere im Fokus

Symposium 2017 in Mannheim

Der Termin für die nächste Tagung unter Beteiligung von LURIC steht fest: Der wissenschaftliche Austausch wird auf der nächsten Tagung vom 19. bis 20. Januar 2017 in Mannheim fortgesetzt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Symposium zum Thema Biomarker:
Achse Herz – Niere im Fokus

Den aktuellen Stand der Biomarker-Forschung an den Schnittstellen Kardiologie, Nephrologie und Labormedizin zeigte die Tagung > Biomarker der kardiorenalen Achse < am 22. und 23. Januar 2016 auf.

In Würzburg kamen auf Einladung der DACH-Gesellschaft für Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen, des Universitätsklinikums Würzburg mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz und der Synlab Akademie Services mehr als 160 Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um aktuelle Ergebnisse der Genomik- und Biomarker-Forschung zu präsentieren und zu diskutieren. Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums lag in den Händen von Prof. Christoph Wanner, Würzburg, Prof. Bernhard Krämer und Prof. Winfried März, beide Mannheim.

“Im Sinne der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen ist es eminent wichtig, die pathophysiologischen Verknüpfungen zwischen Erkrankungen des Herzens und der Niere durch die konsequente Anwendung systembiologischer Ansätze besser zu verstehen”, erläutert Prof. Winfried März, Leiter der Synlab Akademie. So habe die langjährige Kooperation zwischen Forschern der Deutschen Diabetes Dialyse (4D)-Studie und LURIC (Ludwigshafen Risc and Cardiovascular Health Study) die interdisziplinäre Forschung wesentlich vorangetrieben. Der Genomforschung komme dabei besondere Bedeutung zu, vor allem auch, um die ursächlichen Beiträge einzelner Risikomarker als Risikofaktoren für die Entwicklung pathophysiologischer Prozesse zu definieren und auf dieser Basis neue Behandlungsstrategien und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln.

Höhepunkte des Kongresses waren die Vorträge von

  • Prof. Anders H. Berg, Boston,
    der den aktuellen Stand der Biomarker-Forschung im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen referierte und insbesondere auf den Stellenwert von carbamyliertem Albumin bei der Urämie abstellte,
  • Prof. Lars Wallentin, Uppsala,
    der sich der Rolle moderner Biomarker bei Gefäßerkrankungen widmete,
  • Prof. Heribert Schunkert vom Herzzentrum der Universitätsklinik München,
    der unter dem Titel “Mendelian Randomization – Do we still need clinical trials?” den Einsatz genetischer Methoden zur Validierung von Biomarkern einer kritischen Betrachtung unterzog.

Große Beachtung fanden auch die Vorträge von Dr. Nina Schmidt zum Thema CaRe-High-Projekt sowie von Dr. Jakob Völkl und Stefan Pilz zum Thema Homoarginin. Das CaRe-High-Projekt wurde im Jahr 2015 deutschlandweit begonnen. CaRe-High steht für Cascade Screening and Registry for High Cholesterol. Ziel des Projektes ist die Indentifizierung von Hochrisikopatienten mit familiärer Hypercholesterinämie.

Dr. Jakob Völkl stellte neue experimentelle Daten zum Homoarginin vor. Die Homoarginin-Konzentration im Blut ist eng mit der Nierenfunktion verknüpft. Daher ist diese Aminosäure ein wichtiger prognostischer Marker für kardiovaskuläre Ereignisse und kann auch für das Monitoring von Dialysepatienten nützlich sein.

Mit Posterpreisen wurden ausgezeichnet:

  • 1. Martin Gaksch, Graz
    ODIN: First results from a transnational vitamin D network
  • 2. Susanne Triebswetter, Würzburg,
    Characteristics of long-term survivors in 4D
  • 3. Graciela Delgado
    Blood coagulation and mortality in the LURIC study

Der wissenschaftliche Austausch wird auf der nächsten Tagung vom 19. bis 20. Januar 2017 in Mannheim fortgesetzt.